Kompakte Wärmebildbeobachtung
Wenn am Feldrand nur eine Wärmequelle verrät, was sich im Dunkeln bewegt
Das ThermTec Cyclone 325 verbindet einen 384×288-Sensor mit 25-mm-F1.0-Objektiv, 2,4-facher Grundvergrößerung und einem handlichen Gehäuse. So bleibt das Gerät beim Reviergang schnell griffbereit, bietet aber mehr Detailreserve als ein sehr weitwinkliges 15-mm-Modell.
Wichtig für die Einordnung: Es ist ein handgeführtes Monokular – kein Vorsatzgerät und kein Laser-Entfernungsmesser.
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Das Cyclone 325 ist dann schlüssig, wenn geringes Packmaß und eine brauchbare mittlere Beobachtungsdistanz zusammenkommen sollen. Das 18,4 Meter breite Sehfeld auf 100 Meter bleibt im Wald und am Feldrand noch übersichtlich, während 2,4-fache Grundvergrößerung Details größer zeigt als beim Cyclone 315.
Seine Grenze ist ebenso klar: Der 4-fache Digitalzoom vergrößert vorhandene Pixel, erzeugt aber keine neuen Bilddetails. Die Herstellerangabe von 1.300 Metern beschreibt eine standardisierte Entdeckungsdistanz – nicht die Entfernung, auf der Wild sicher angesprochen oder jede Situation zuverlässig beurteilt werden kann.
Passt gut, wenn …
du ein leichtes Handgerät für Reviergang, Ansitz, Wald, Kirrung oder Feldkante suchst, Wechselakkus bevorzugst und mit 2,4-facher Grundvergrößerung eher auf kurze bis mittlere Distanzen beobachtest.
Passt eher nicht, wenn …
du ein besonders breites Nahbereichs-Sehfeld, einen echten Laser-Entfernungsmesser, eine 640er Sensorreserve oder ein montierbares Vorsatzgerät benötigst.
Was die entscheidenden Merkmale draußen bewirken
384×288 Pixel, 12 µm und NETD unter 20 mK: Die Kombination ist auf eine feine Trennung kleiner Temperaturunterschiede ausgelegt. Das hilft besonders bei milden, feuchten Nächten oder nasser Vegetation, ersetzt aber weder sauberes Fokussieren noch eine klare Sichtlinie.
25 mm F1.0 und 18,4 × 13,8 m Sehfeld auf 100 m: Der Bildausschnitt ist enger als beim Cyclone 315. Dadurch wirkt Wild auf mittlerer Distanz größer; im dichten Bestand muss man dafür kontrollierter schwenken.
50 Hz: Bewegte Wärmequellen und Schwenks erscheinen flüssig. Das macht das Absuchen angenehmer, entscheidet aber nicht allein über die Bildqualität.
Wechselbarer 18650-Akku: Ein Akku ist laut Hersteller für bis zu zehn Stunden ausgelegt; zwei mitgelieferte Akkus erweitern die Reserve. Kälte, Displayhelligkeit, Hotspot und Aufnahmen können die Laufzeit verkürzen.
Ausbilder- und Anwender-Tipps, die wirklich helfen
Erst fokussieren, dann zoomen
Die Optik wird manuell fokussiert. Stelle zuerst Objektiv und Dioptrien sauber ein. Nutze den Digitalzoom erst danach – sonst wird ein unscharfes Bild nur größer.
Entdeckung nicht mit sicherer Ansprache verwechseln
Eine Wärmesignatur kann deutlich früher sichtbar sein, als Art, Stück oder Situation zuverlässig erkannt werden. Distanz, Witterung, Vegetation und Erfahrung verändern die nutzbare Detailleistung stark.
KI-Distanz nur als Schätzung nutzen
Das Gerät schätzt Entfernungen anhand erkannter Zielgrößen. Ohne Laser-Messung bleibt das Ergebnis modell- und situationsabhängig; für Entscheidungen mit exakter Distanzanforderung ist es kein LRF-Ersatz.
Akku- und Linsenpflege ernst nehmen
ThermTec empfiehlt für die Cyclone-Serie passende 18650-Akkus. Akkus korrekt einsetzen und trocken transportieren; die Germaniumlinse nur staubfrei und mit geeignetem Tuch reinigen, nicht trocken scheuern.
Sinnvoller Vergleich: Cyclone 325 oder Cyclone 315?
Beide Modelle arbeiten mit 384×288 Pixeln, 12 µm, 50 Hz und Wechselakku. Das Cyclone 325 setzt mit 25 mm auf 2,4-fache Grundvergrößerung, 18,4 Meter Sehfeldbreite und 1.300 Meter Hersteller-Entdeckungsdistanz. Das ThermTec Cyclone 315 nutzt 15 mm, 1,4-fache Grundvergrößerung, 30,7 Meter Sehfeldbreite und 750 Meter Entdeckungsdistanz.
Praxisentscheidung: Das 315 eignet sich eher zum schnellen Scannen im Nahbereich und dichten Bestand. Das 325 zeigt Ziele auf mittlerer Distanz größer, verlangt dafür etwas mehr Schwenkarbeit. Einen echten Laser-Entfernungsmesser besitzt keines der beiden.
Technische Daten – mit Praxisdeutung
Sensor384×288 Pixel, 12 µm, Spektralbereich 8–14 µm. Solide Detailbasis in der kompakten 384er Klasse.
Thermische EmpfindlichkeitNETD <20 mK laut aktueller Herstellerseite; Spezifikation teils als 20 mK @300 K. Relevant bei geringen Temperaturkontrasten.
Objektiv & Fokus25 mm F1.0, manuell fokussierbar. Gute Lichtaufnahme, verlangt aber bewusstes Nachfokussieren.
Sehfeld & Vergrößerung10,5° × 7,9° beziehungsweise 18,4 × 13,8 m auf 100 m; 2,4× optisch, digital 1×/2×/4×.
Bild & Anzeige50 Hz, 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024×768 Pixeln, sechs Paletten sowie Wald-, Ziel- und Umrissmodus.
Aufnahme & Verbindung32 GB Speicher, Foto und Video mit Ton, USB-C sowie Hotspot und Steuerung über die ThermTec-Outdoor-App.
EnergieEin wechselbarer, wiederaufladbarer 18650-Li-Ion-Akku im Gerät; bis zu 10 Stunden je Akku unter Herstellerbedingungen.
Maße & Gewicht135 × 76 × 54 mm; 261 g ohne Akku. Das Gewicht des einsatzbereiten Geräts liegt entsprechend höher.
Schutz & TemperaturIP67 und Arbeitsbereich von −20 bis +50 °C. Nach Nässe dennoch trocknen und Anschlüsse sauber halten.
IdentifikationModell Cyclone 325; EAN 6975483750541.
Lieferumfang
ThermTec Cyclone 325, USB-Kabel, Ladegerät/Ladeschale, zwei Lithium-Ionen-Akkus 18650, Reinigungstuch und Bedienungsanleitung. Eine Tasche oder Linsenabdeckung wird in der exakten offiziellen Lieferumfangsliste nicht zugesichert.
Sicherheit, Bedienung und Pflege
Das Cyclone 325 ist als handgeführtes Beobachtungsgerät beschrieben. Es ist weder Vorsatz- noch Zielgerät. Beachte die Bedienungsanleitung, kontrolliere vor längeren Einsätzen Akku, Polarität und Ladezustand und schalte Hotspot oder Aufnahme ab, wenn du sie nicht brauchst.
Bewahre Gerät und Ersatzakkus trocken und gegen Kurzschluss geschützt auf. Nach Regen Oberfläche und Anschlüsse trocknen lassen. Für passende Ergänzungen findest du die geprüften Bereiche ThermTec sowie Jagd & Revier.
FAQ: echte Kauf- und Anwendungsfragen
Hat das Cyclone 325 einen Laser-Entfernungsmesser?
Nein. Die Funktion „AI Distance Measurement“ schätzt Entfernungen algorithmisch. Es gibt keinen integrierten Laser-Entfernungsmesser.
Ist das Cyclone 325 ein Vorsatzgerät?
Nein. Es ist ein handgeführtes Wärmebild-Monokular zur Beobachtung und nicht für die Montage als Vorsatz- oder Zielgerät ausgelegt.
Was bedeutet die Reichweitenangabe von 1.300 Metern?
Sie beschreibt die Hersteller-Entdeckungsdistanz für ein definiertes Ziel. Eine Wärmequelle zu entdecken ist nicht dasselbe wie Wild auf dieser Distanz sicher anzusprechen.
Wie lange laufen die Akkus in der Praxis?
ThermTec nennt bis zu zehn Stunden je 18650-Akku; zwei Akkus ergeben theoretisch bis zu 20 Stunden. Kälte, Display, WLAN und Aufnahmen können die reale Laufzeit reduzieren.
Ist das 325 besser als das Cyclone 315?
Nicht pauschal. Das 325 bietet mehr Grundvergrößerung und Reichweitenreserve. Das 315 zeigt mit 30,7 Metern auf 100 Meter deutlich mehr Umfeld und kann im dichten Bestand schneller erfassbar sein.
Kann ich Aufnahmen übertragen?
Ja. Das Gerät speichert Fotos und Videos mit Ton auf 32 GB; USB-C und der Hotspot zur ThermTec-Outdoor-App unterstützen Übertragung und Steuerung.
Black Raptor Community
Technik soll draußen eine Entscheidung erleichtern – nicht nur auf dem Datenblatt beeindrucken.
Darum benennen wir beim Cyclone 325 sowohl die starke Balance aus Kompaktheit, Empfindlichkeit und mittlerer Distanz als auch die Grenzen von 384er Sensor, Digitalzoom und KI-Distanzschätzung. Ehrlich beraten von Ausbildern und Anwendern für Anwender – mit Erfahrungsaustausch aus der Community.
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