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VOTRONIC VBCS 45/30/350 Triple CI – drei Ladequellen, eine sauber geplante 12-V-Ladezentrale
Am Stellplatz laden, während der Fahrt Energie nachführen und unterwegs Solarstrom nutzen: Das VBCS Triple CI kombiniert 45-A-Ladebooster, 30-A-Netzladegerät und MPP-Solarregler bis 350 Wp in einem Gehäuse. Entscheidend für die richtige Wahl sind die getrennten Stromgrenzen, die Batteriefreigabe und die Solarmodulspannung.
45 AB2B-Ladung aus der Lichtmaschine
30 ANetzladung am Stellplatz
350 Wpmax. empfohlene Solarmodulleistung
12 Vfür passende Bord- und Starterbatterien
Passt die Ladezentrale zu deinem Reisemobil?
✓ Passt
- Du willst drei definierte Ladequellen – Landstrom, Lichtmaschine und Solarmodule – in einer Reisemobil-Ladezentrale bündeln.
- Deine Bordbatterie nutzt ein freigegebenes Ladeprofil für Blei-Säure, Gel, AGM oder LiFePO₄ und verträgt die eingestellten Ladeströme.
- Dein Fahrzeug besitzt ein passendes 12-V-Starter-/Bordnetz und ein zugängliches, belüftetes Einbaufach.
- Du kannst Anschlussquerschnitte, Absicherung, Solareingang und D+-Ansteuerung fachgerecht prüfen lassen.
✕ Passt nicht / erst klären
- Du hast ein 24-V-Bordnetz oder willst 45 A direkt aus dem 230-V-Netz laden: 45 A ist hier die B2B-Angabe, die AC-Ladung schafft max. 30 A.
- Dein Solarmodul überschreitet die 36-V-Grenze der Leerlaufspannung (Voc) – auch nicht bei Kälte.
- Du willst einen Wechselrichter, eine Batterie oder Solarmodule gleich mitkaufen: Das VBCS ist ein Ladegerät, kein vollständiges Stromset.
- Du brauchst einen wetterfesten Außenanschluss: Das Gerät gehört geschützt in den Innenraum.
Black-Raptor-Einschätzung: Wo dieses System seinen Mehrwert zeigt
Im Reisemobil wird eine Bordbatterie typischerweise aus drei Richtungen geladen: Lichtmaschine, Landstrom und Dachsolar. Wer diese Funktionen einzeln aufbaut, muss Ladeprofile und Signalleitungen mehrerer Geräte abstimmen. Das VBCS 45/30/350 Triple CI bietet hier eine kompakte Alternative – besonders beim Ausbau oder bei der Nachrüstung eines 12-V-Systems mit mehreren Energiequellen.
Die Zahl im Produktnamen ist eine Funktionszuordnung: 45 steht für den maximalen B2B-Ladestrom, 30 für Netzladung und 350 für die unterstützte Solar-Modulleistung in Wp. Die tatsächliche Ladung wird batterie-, spannungs- und temperaturabhängig geregelt. Wer aus den drei Zahlen einen einzigen garantierten Ladestrom ableitet, plant falsch.
Black-Raptor-Praxistipp: Beginne die Auswahl mit der Batterie und ihren Grenzwerten – erst danach Booster, Solarstrings und 230-V-Absicherung bestimmen. Ein Akku, dessen BMS nur 30 A Ladestrom zulässt, wird durch ein auf 45 A ausgelegtes Ladegerät nicht automatisch schneller oder sicherer geladen.
Die 9 Kaufprüfungen vor der Bestellung
- Modell identifizieren: Nur VBCS 45/30/350 Triple CI, Hersteller-Art.-Nr. 3244, ist Gegenstand dieser Produktseite.
- Batteriesystem prüfen: Bord- und Starterbatterie 12 V, Bordbatterie-Kapazität und zugelassene Ladekurve abgleichen; vorhandenes LiFePO₄-BMS beachten.
- Fahrzeugseite dimensionieren: 45 A maximaler Bord-Ladestrom während der Fahrt bedeuten auf der Starterseite einen höheren möglichen Eingangsstrom; Lichtmaschine, Leitung und Schutz müssen passen.
- Netzversorgung klären: Im Netzbetrieb beträgt die Obergrenze 30 A; Power-Limit bei schwacher Landstromabsicherung einplanen.
- PV-Generator auslegen: 50–350 Wp empfohlen, maximale Modul-Leerlaufspannung 36 V, maximaler Modulstrom 21 A – nicht nur die Wp-Zahl ansehen.
- Bei Solarmodulen die kalte Leerlaufspannung berechnen: Ein Modul mit 35 V Voc bei Normbedingungen kann bei Frost oberhalb der zulässigen 36 V liegen.
- Leitungswege, Sicherungen, Masseführung und Lüftungsfreiraum anhand der VOTRONIC-Montageanleitung planen, nicht nach pauschalen Kabellängen.
- Vorhandene Verbraucher, CI-BUS, AES-Kühlschranksteuerung und ein optionales Anzeige-/Bedienteil auf tatsächliche Kompatibilität prüfen.
- Prüfen, welche Kabel, Sicherungshalter und Steckverbinder bereits im Fahrzeug vorhanden sind; das Gerät ersetzt nicht die notwendige Installationshardware.
Die drei Ladewege verständlich erklärt
1. Fahrtbetrieb: B2B-Ladewandler bis 45 A
Der integrierte Ladewandler nutzt die 12-V-Starterseite zum geregelten Laden der Bordbatterie. Die automatische Ansteuerung über D+/Zündung ist vorgesehen. Gerade bei Euro-6-Fahrzeugen mit schwankender Lichtmaschinenspannung ist der geregelte Ladeweg sinnvoll. Der Strom auf der Starterseite kann deutlich höher sein als 45 A; VOTRONIC nennt bis zu 63 A Eingangsstrom als Planungsgröße.
2. Landstrom: Netzladegerät bis 30 A
Am Stellplatz arbeitet der Netzlader unabhängig vom Vorhandensein eines Solarmoduls. Die AC-Power-Limit-Funktion hilft bei begrenzter Versorgung, ersetzt aber keine vorschriftsmäßige Netzinstallation. Netzladung ist kein 45-A-Betrieb: bei dieser Version beträgt die nominelle Obergrenze 30 A an der Bordbatterie.
3. Sonnenenergie: MPP-Solarregelung für 50–350 Wp
Der integrierte MPP-Regler nutzt passende Solarmodule im vorgesehenen Arbeitsbereich. Neben der Modulleistung gelten maximal 36 V Voc und 21 A Modulstrom. Besonders bei in Reihe verschalteten Modulen ist eine Überschreitung der Spannungsgrenze möglich. Die Leerlaufspannung muss inklusive Temperaturreserve gerechnet werden.
Wichtige Grenze: Die Angabe „350 Wp“ allein ist keine Anschlussfreigabe. Solar-Voc von maximal 36 V und die Moduldaten sind zwingend zu prüfen. Ebenso dürfen Booster-, Netz- und Solarströme nicht als garantierte gleichzeitige Ladeleistung addiert werden.
Technische Daten – exakt für Hersteller-Art.-Nr. 3244
| Hersteller / Modell |
VOTRONIC VBCS 45/30/350 Triple CI |
| Hersteller-Art.-Nr. |
3244 |
| Bordnetz |
12 V |
| B2B-Ladestrom zur Bordbatterie |
max. 45 A |
| B2B-Eingang Starterseite |
10,5–16,5 V; bis 63 A Eingangsstrom laut Herstellerdaten |
| Netzladegerät |
bis 30 A Bordbatterie, AC 110–230 V / 45–65 Hz |
| Max. Leistungsaufnahme AC |
520 W |
| MPP-Solar |
50–350 Wp empfohlene Modulleistung |
| Max. Solarmodul-Leerlaufspannung (Voc) |
36 V |
| Max. Solarmodulstrom |
21 A |
| Max. Solar-Ladestrom Bordbatterie |
25,5 A |
| Batterietypen |
Blei-Säure, Gel, AGM und LiFePO₄ mit passendem Ladeprofil/BMS |
| Schnittstellen/Funktionen |
CI-BUS-fähig, AES-Ausgang, D+-Ansteuerung, Temperaturfühleranschluss |
| Einbaubereich |
Geschützter Innenraum; Schutzart IP21 laut technischen Angaben |
| Gehäuse / Einbau |
Hersteller nennt ca. 256 × 219 × 85 mm (L × B × H); Leitungs- und Lüftungsraum zusätzlich einplanen |
| Shop-Artikel |
FRA322414 |
Montage und Inbetriebnahme: sinnvolle Reihenfolge
- Einbauort trocken, geschützt und mit ausreichend Luftzirkulation auswählen. Das Gehäuse darf nicht direkt in Spritzwasser oder Kondenswasser sitzen.
- Batteriesystem und vom Hersteller freigegebenes Ladeprofil festlegen; bei LiFePO₄ das BMS und dessen Kältefreigabe prüfen.
- Starter-, Bord- und Solarstromkreis mit passenden Schutzorganen und Kabelquerschnitten nach Montageanleitung auslegen; nicht nach einer Faustregel verkabeln.
- Solarmodule vor Anschluss anhand von Voc bei Kälte und maximalem Kurzschluss-/Betriebsstrom überprüfen.
- Temperatursensor korrekt gemäß Herstelleranleitung anbringen, D+-Signale und gegebenenfalls CI-BUS/AES verbinden.
- 230-V-Zuleitung fachgerecht installieren lassen; Sicherungen und AC-Power-Limit passend zur Einspeisung wählen.
- Nach Installation alle Ladewege einzeln testen, Temperaturen und tatsächliche Batterieladeströme kontrollieren und Einstellungen dokumentieren.
Lieferumfang und zusätzlich benötigte Teile
Im regulären Lieferumfang
- 1 × VOTRONIC VBCS 45/30/350 Triple CI (Nr. 3244)
- 1 × Temperatur-Sensor 825
- Netzanschlussleitung laut Anbieterunterlagen
- Montage-/Bedienungsanleitung
Nicht als enthalten ausgewiesen
- Bord- und Starterbatterie sowie Solarmodule
- Kompletter Kabelsatz, Hochstromsicherungen und Sicherungshalter
- Separates LCD-Bedienteil/Display
- 230-V-Verteilanlage und etwaiger Wechselrichter
FAQ – häufige Kauf- und Einbaufragen
Lädt die VBCS 45/30/350 beim Fahren wirklich mit 45 A?
Ja, 45 A ist der maximale Bordbatterie-Ladestrom der 12-V/12-V-B2B-Stufe. Verfügbar ist er nur, wenn Bordbatterie, Starterseite, Temperatur, Fahrzeugsystem und Einstellung ihn zulassen.
Sind die 30 A die maximale Leistung des gesamten Geräts?
Nein. 30 A beziehen sich auf die Netz-Ladestufe. Der B2B-Wandler erreicht bis zu 45 A; der Solarregler lädt bis rund 25,5 A. Das sind unterschiedliche Betriebszweige.
Kann ich 45 + 30 + 25,5 A als garantierten Ladestrom zusammenrechnen?
Nein. Betriebszustände und Regelung bestimmen das Zusammenspiel. Für Verkabelung und Batterieabsicherung müssen die Herstellerangaben zum Gesamtsystem herangezogen werden.
Sind zwei Solarmodule mit zusammen 350 Wp immer passend?
Nicht automatisch. Auch die Summe der Verschaltungsspannungen, die Leerlaufspannung bei Kälte und der maximale Modulstrom müssen innerhalb der Grenzen bleiben.
Eignet sich das Kombigerät für LiFePO₄?
Ja, es gibt LiFePO₄-Ladeprogramme. Das konkrete Batterie-BMS, erlaubte Temperaturen, Spannung und maximaler Ladestrom müssen dennoch berücksichtigt werden.
Kann eine LiFePO₄-Batterie im Frost problemlos geladen werden?
Nicht pauschal. Der Temperatursensor und die Schutzfunktion helfen bei einer korrekten Auslegung; die Ladefreigabe des Batterieherstellers ist maßgeblich.
Brauche ich zusätzlich einen Solarregler?
Für eine kompatible Anlage innerhalb der angegebenen Leistungs- und Spannungsgrenzen ist ein MPP-Solarregler bereits integriert. Größere oder anders verschaltete Anlagen müssen gesondert geplant werden.
Kann ich eine 24-V-Aufbaubatterie laden?
Dieses Modell ist für 12-V-Batteriesysteme spezifiziert und kein freigegebener 24-V-Bordbatterielader.
Ist ein LCD-Display im Lieferumfang?
Ein separates LCD-Anzeige-/Bedienteil gehört nach den geprüften Angaben nicht automatisch zum Standardumfang. Das dafür vorgesehene Display ist optional.
Ist die Installation etwas für Hobby-Einsteiger?
Die fachgerechte DC-Hochstrom- und 230-V-Installation verlangt geeignete Kenntnisse, Absicherung und Prüfung. Für die Netzseite sollte eine entsprechend qualifizierte Fachkraft zuständig sein.
Ersetzt die VBCS einen Wechselrichter?
Nein. Sie lädt die 12-V-Batterie über Netz, Lichtmaschine und Solar, erzeugt aber keine 230-V-Steckdosenversorgung aus der Batterie.
Black Raptor · Kaufentscheidung
Eine gute Wahl – wenn die drei Eingänge wirklich zu deinem System passen
Das VOTRONIC VBCS 45/30/350 Triple CI bündelt genau die Funktionen, die ein ausgebautes 12-V-Reisemobil benötigt. Achte vor allem auf die unterschiedlichen Ladegrenzen, das richtige Batterieprofil, die 36-V-Solargrenze und die fachgerechte Installation. Dann wird aus „drei Geräten in einem“ eine sinnvolle, übersichtliche Bordstromlösung.
Technische Grundlage: VOTRONIC Baureihe VBCS Triple und Montage- und Bedienungsanleitung für Nr. 3244. Bei abweichendem Serienstand gilt die Anleitung des konkret gelieferten Geräts.