INTEGRIX iX4 · iX403FA2 · 3–12×50 · FFP · A2 MOA
iX403FA2: 3–12×, FFP und A2 MOA mit 50-mm-Objektiv
Das INTEGRIX iX4 iX403FA2 verbindet 3–12-fache Vergrößerung mit einem A2-MOA-Absehen in der ersten Bildebene. Es passt zu kontrollierter Präzisionsarbeit auf mittleren Distanzen – sofern 34-mm-Montage, 59-mm-Objektivaußendurchmesser und 842 g Produktgewicht bewusst eingeplant werden.
Passform und Einsatz prüfen
Unsere ehrliche Einordnung
Das iX4 ist kein leichtes Universalglas. Seine Stärke ist die Kombination aus 50-mm-Objektiv, FFP-Absehen und durchgängiger MOA-Logik. Dafür verlangt es eine tragfähige 34-mm-Montage, ausreichend Freiraum über Lauf und Handschutz sowie eine stabile Anschlagsposition.
Bei 3× bleibt das Sehfeld übersichtlich, ein Rotpunktgefühl entsteht aber nicht. Bei 12× bietet es genügend Detailreserve für Gruppen, Haltepunkte und Trefferbeobachtung, ohne die Baugröße eines 56-mm-Zielfernrohrs für große Distanzen zu erreichen.
Passt gut, wenn … / Passt eher nicht, wenn …
Passt gut, wenn …
du ein FFP-Zielfernrohr für Sportschießen, Training oder den jagdlichen Einsatz suchst, deine Datenkarte in MOA führst und 3–12× den realen Distanzbereich abdeckt.
Außerdem müssen 34-mm-Ringe, etwa 100 mm Augenabstand und die Höhe des 59-mm-Objektivgehäuses zum System passen.
Passt eher nicht, wenn …
du echte 1×-Nutzung, einen besonders leichten Aufbau, MRAD/MIL oder deutlich mehr als 12× Vergrößerung brauchst.
Für variable Nah- bis Mitteldistanz ist das INTEGRIX iX6 2–12×36 A2 MOA die kompaktere Alternative.
Kaufcheck und Kompatibilität
34-mm-Mittelrohr
Die Ringe müssen exakt für 34 mm ausgelegt sein. 30-mm- oder 25,4-mm-Ringe passen nicht. Als konkrete Option lassen sich die UTG ACCU-SYNC AQR315/AQR415 QD-Montageringe für 30/34 mm vergleichen. Für dieses Zielfernrohr muss ausdrücklich die 34-mm-Ausführung gewählt werden. Ringhöhe, Basis und Freiraum sind trotzdem getrennt am konkreten System zu prüfen; der Tubusdurchmesser allein ist keine Montagefreigabe.
Objektiv und Montagefläche
Das 50-mm-Objektiv sitzt in einem Gehäuse mit rund 59 mm Außendurchmesser. Die dokumentierte Montagefläche beträgt insgesamt etwa 134 mm, davon rund 45 mm vor und 47 mm hinter dem Turmblock.
Augenabstand
Rund 100 mm Augenabstand geben Orientierung für die Längsposition. Entscheidend ist ein vollständiges, schattenfreies Bild in deinem natürlichen Anschlag – besonders bei 12×.
MOA/MOA statt Mischsystem
Absehen und 1/4-MOA-Klicks sprechen dieselbe Winkelsprache. Höhen- und Seitenturm werden zum Verstellen herausgezogen und zum Verriegeln eingedrückt; die Nullmarkierung lässt sich nach dem Einschießen zurücksetzen. Das ist kein Zero Stop. Datenkarte, Spotteransage und Korrektur sollten ebenfalls in MOA geführt werden.
Praktische Wirkung der Merkmale
3–12× und 50 mm
3× hilft bei Orientierung und Zielaufnahme; 12× schafft Detailreserve. Die 50-mm-Front bietet Lichtreserve, macht aber eine höhere und schwerere Baugruppe als bei 36-mm-Optiken wahrscheinlich.
FFP-A2-MOA-Absehen
Die Winkelbezüge des geätzten Absehens bleiben bei jeder Vergrößerung korrekt. Das A2-MOA-Absehen reicht 10 MOA nach oben, 60 MOA nach unten und je 30 MOA zur Seite; die Markierungen liegen in 1-MOA-Schritten. Bei höherer Vergrößerung zeigt sich im Zentrum ein frei stehender 0,5-MOA-Punkt. Das unterstützt klar definierte Haltepunkte, ersetzt aber kein flächiges Halteraster.
Parallaxe ab 27,4 m
Die seitliche Verstellung reicht von etwa 30 yd beziehungsweise 27,4 m bis unendlich. Für deutlich kürzere Distanzen ist das Glas deshalb nicht die flexibelste Wahl.
Beleuchtung und Schutz
Rot/Grün mit acht Helligkeitsstufen unterstützt die Absehenerkennung; die dokumentierte Abschaltung erfolgt nach 12 Stunden. IPX7, Stickstofffüllung und der angegebene Temperaturbereich von −40 bis +70 °C beschreiben die konstruktive Reserve, ersetzen aber keine schonende Behandlung.
Typische Fehlkäufe, Nachteile und Grenzen
Nur nach „50 mm“ auswählen: Für die Ringhöhe zählt der Außendurchmesser von rund 59 mm zusammen mit Basis, Laufkontur und Handschutz.
Gewicht unterschätzen: Rund 842 g zuzüglich Ringen verschieben Balance und Anschlag spürbar.
FFP mit besserem Trefferbild verwechseln: FFP hält Winkelbezüge korrekt; Präzision entsteht erst durch Montage, Nullstellung, Schießtechnik und belastbare Munitionsdaten.
MRAD und MOA mischen: Wer bereits konsequent in MRAD arbeitet, sollte ein MRAD-Modell wählen.
Beleuchtung zu hell einstellen: Ein überstrahlendes Absehen verdeckt feine Zielkonturen. Nutze nur so viel Helligkeit wie nötig.
Montage, Nullstellung und Pflege
1. System entladen und prüfen
Vor allen Arbeiten sicheren Zustand herstellen. Basis und Ringe auf festen, spannungsfreien Sitz prüfen; Drehmomente ausschließlich nach Vorgabe der verwendeten Montage und Plattform wählen.
2. Augenabstand bei 12× setzen
Im natürlichen Anschlag die Längsposition so wählen, dass das Zielbild ohne Nachschieben des Kopfes vollständig steht. Erst danach Absehen ausrichten und Ringdeckel gleichmäßig anziehen.
3. Dioptrie, Parallaxe, Null
Zuerst das Absehen über die Dioptrie scharfstellen, dann Parallaxe auf die Zielentfernung abstimmen. Vorjustieren spart Munition; die endgültige Nullstellung erfolgt mit der tatsächlich verwendeten Laborierung.
4. Nachkontrolle
Nach den ersten Schussserien Ring- und Basissitz kontrollieren. Linsen mit Blasebalg oder weichem Optiktuch reinigen; Staub nicht trocken über die Beschichtung reiben.
Praxistipps für Nullstellung und Training
Nullstellung dokumentieren: Notiere Laborierung, Temperatur, Nullentfernung und Turmposition. Eine MOA-Datenkarte ist nur dann nützlich, wenn sie zum realen System gehört.
Augenposition trainieren: Mehrfach aus dem entspannten Anschlag in die Zielaufnahme gehen. Ein wiederholbar sofort vollständiges Bild ist aussagekräftiger als eine einmalige, statische Einstellung.
Parallaxe nicht als Entfernungsmesser behandeln: Skalenwerte sind Anhaltspunkte. Stelle auf minimale scheinbare Absehenbewegung bei kleinen Kopfbewegungen ein.
Sinnvoller Alternativenvergleich
Kompakter und näher am Nahbereich
Das INTEGRIX iX6 2–12×36 FFP A2 MOA beginnt bei 2×, fokussiert ab etwa 9 m und ist die ehrlichere Wahl, wenn Übersicht und kürzere Distanzen wichtiger sind als ein 50-mm-Objektiv.
Mehr Detailreserve bei gleichem MOA-System
Das INTEGRIX iX6 3–18×44 FFP A2 MOA bietet 18× und Zero Stop. Es passt besser, wenn zusätzliche Vergrößerung wichtiger ist als die größere 50-mm-Objektivöffnung des iX4.
Montage und Optik sinnvoll ergänzen
Technische Daten mit Praxisdeutung
ModellINTEGRIX iX4, Modellcode iX403FA2 – eindeutig die Ausführung 3–12×50 FFP mit A2-MOA-Absehen.
Optik3–12×; effektives Objektiv 50 mm; Austrittspupille 13–4,5 mm; Sehfeld 12,6–3,1 m auf 100 m; Lichttransmission dokumentiert mit 92 %.
Absehen und VerstellungA2 MOA, FFP, geätztes Glas; 1/4 MOA je Klick; 24 MOA pro Umdrehung; Höhe +60/−30 MOA, Seite 12 MOA rechts/links. Beide Türme werden zum Verstellen herausgezogen und zum Verriegeln eingedrückt; die Nullmarkierung ist rückstellbar, ein Zero Stop ist nicht dokumentiert.
Fokus und EinblickParallaxe 27,4 m bis unendlich; Augenabstand 100 mm; Dioptrienbereich −3 bis +2 dpt.
Maße und Gewicht297 mm lang; 34-mm-Mittelrohr; Objektivgehäuse rund 59 mm; Montagefläche rund 134 mm; Produktgewicht rund 842 g.
BeleuchtungRot/Grün, acht Helligkeitsstufen, CR2032, automatische Abschaltung nach 12 Stunden.
UmweltreserveIPX7 bis 1 m für 30 Minuten; stickstoffgefüllt; dokumentierter Bereich −40 bis +70 °C; vom Hersteller mindestens bis .338 Lapua Magnum bewertet.
Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehört 1 × UTG INTEGRIX iX4 iX403FA2 Zielfernrohr 3–12×50 FFP A2 MOA.
Montageringe, Montagebasis, Waffe und weiteres Zubehör sind nicht enthalten. Passende 34-mm-Ringe müssen separat ausgewählt werden.
FAQ zum UTG INTEGRIX iX4 iX403FA2
Welche Montageringe braucht das iX4?
Ringe für exakt 34 mm Mittelrohr. Die nötige Höhe hängt vom 59-mm-Objektivgehäuse, der Basis und der Plattform ab; 34 mm allein ist keine Höhenfreigabe.
Bleiben die MOA-Markierungen bei jeder Vergrößerung korrekt?
Ja. Das A2-MOA-Absehen liegt in der ersten Bildebene, daher bleiben seine Winkelbezüge von 3× bis 12× korrekt.
Ist das iX4 für sehr kurze Distanzen geeignet?
Nur eingeschränkt. Die Parallaxeverstellung beginnt bei etwa 27,4 m. Für deutlich kürzere Distanzen ist das verlinkte iX6 2–12×36 mit niedrigerer Fokusgrenze flexibler.
Ist ein Zero Stop dokumentiert?
Nein. Dokumentiert sind verriegelbare, auf die Nullmarkierung zurücksetzbare Türme, aber kein mechanischer Zero Stop. Wer diese Funktion benötigt, sollte das verlinkte iX6 3–18×44 A2 MOA vergleichen.
Was bedeutet 1/4 MOA pro Klick praktisch?
Vier Klicks entsprechen 1 MOA. Das sind rechnerisch rund 2,91 cm auf 100 m; die tatsächliche Korrektur wird auf der Scheibe geprüft und dokumentiert.
Ist die Beleuchtung für Tageslicht gedacht?
Sie unterstützt die Absehenerkennung mit acht Rot-/Grün-Stufen. Wähle die niedrigste gut sichtbare Stufe, damit feine Zielkonturen nicht überstrahlen.
Wie prüfe ich die Montage vor dem ersten Training?
Waffe entladen, Augenabstand bei 12× einstellen, Absehen waagerecht ausrichten, Montage nach Herstellervorgaben anziehen, vorjustieren und anschließend mit der realen Laborierung einschießen. Nach den ersten Serien den Sitz erneut prüfen.
Black Raptor Kaufberatung
Wähle das iX4 wegen seines Systems – nicht nur wegen „3–12×50“.
Wenn 34-mm-Montage, 842 g, FFP und A2 MOA zu deinem Aufbau passen, ist das INTEGRIX iX4 iX403FA2 eine schlüssige Optik für mittlere Vergrößerungen mit ruhigem Zielbild. Fehlt einer dieser Eckpunkte, ist eine der verlinkten Alternativen die bessere Entscheidung.