Die falsche ACOG-Montage kann mechanisch ähnlich aussehen und trotzdem an der falschen Optikbasis enden. Bei diesem Sammelangebot ist die Variantenauswahl daher keine Farb- oder Hebelfrage: Sie entscheidet zwischen zwei unterschiedlich langen ADM-Modellen für verschiedene Optikfamilien.
Vor dem Kauf abgleichen:
AD-B2-STD gehört zur Mini-ACOG- und Kompaktprismen-Familie.
AD-B3-STD gehört zur vollformatigen ACOG-Basis. Die Freigaben einer Ausführung gelten nicht für die andere.
AD-B2-STD: für Mini-ACOG und kompakte Prismenoptiken
ADM beschreibt die AD-B2 als mittlere Basis der modularen B-Series. Ohne zusätzlichen Riser dient sie als Direktmontage für Mini-ACOG-Modelle mit 1,5- bis 3-facher Vergrößerung, ausdrücklich TA33 und TA44. Der Hersteller nennt außerdem Nvision Halo LR, Sightmark Wraith Mini, Primary Arms GLx 2x sowie SLx 1x/3x Micro Prism als passende Anwendungen.
Die Basis ist laut ADM 2,1 Zoll lang und wiegt 3,50 oz, rund 99,2 g. Diese Werte gehören ausschließlich zur AD-B2. Entscheidend ist der bestätigte Optikfuß; eine beliebige kompakte Prismensicht wird nicht allein durch ihre Vergrößerung kompatibel.
AD-B3-STD: für vollformatige ACOG-Basen
Die zweite Auswahl ist keine weitere Mini-ACOG-Ausführung. Die zweite auswählbare Ausführung ist der ADM AD-B3-STD. ADM nennt dafür vollformatige ACOG-Modelle wie TA01, TA11 und TA31 sowie Optiken mit vergleichbarer ACOG-Basis, beispielsweise Burris AR-332.
Die AD-B3 ist laut Hersteller 3,5 Zoll lang und wiegt 3,00 oz, rund 85,0 g. Die Händlerbezeichnung „4x Power“ ist Angebotslogik; die technische Herstellerabgrenzung erfolgt über die vollformatige ACOG-Basis. Ein 4-facher Vergrößerungswert allein ist kein Kompatibilitätsnachweis.
Unsere Einschätzung
Der stärkste Kaufgrund ist die direkte, schnell lösbare Verbindung ohne zusätzliche Riser-Ebene. Der häufigste Fehlkauf entsteht dagegen, wenn nur nach Vergrößerung ausgewählt wird. Der Mehrwert ist deshalb hoch bei bestätigter Optikbasis und regelmäßigem Wechselbedarf, aber praktisch null bei ungeklärtem Modell oder dauerhaft montierter Optik.
Direktmontage statt Riser oder Adapter
Beide Varianten verbinden eine geeignete Picatinny-Schiene direkt mit der jeweiligen Optikbasis. Sie erhöhen nicht zuerst eine universelle Picatinny-Ebene und sind keine Adapterplatten für fremde Footprints. Das reduziert die Zahl der Schnittstellen, setzt aber voraus, dass die Optik mechanisch exakt zur gewählten B-Series-Basis passt.
Ein Riser ist nur dann die bessere Wahl, wenn ausdrücklich eine zusätzliche Schienenhöhe oder eine universellere obere Picatinny-Ebene benötigt wird. Wer dagegen Aimpoint Micro oder Trijicon MRO montiert, sollte die jeweilige Direktmontage für diesen Footprint wählen und nicht versuchen, die ACOG-Basis anzupassen.
QD Auto Lock richtig einstellen
Zum Öffnen wird nach der ADM-Anleitung der Sperrknopf gedrückt und der Hebel um 180 Grad geöffnet. Die Montage wird auf der Schiene angesetzt und der Hebel geschlossen. Ist die Klemmspannung nicht passend, bleibt der Hebel offen: Durch Druck zur Basis tritt die achtflächige Einstellmutter auf der Gegenseite hervor.
ADM empfiehlt Korrekturen von nur ein bis zwei Flächen und eine erneute Kontrolle nach jedem Schritt. Ziel ist ein vollständiger Verschluss mit kräftigem Handdruck, nicht das Erzwingen des Hebels. Eine beschädigte, verschmutzte oder ungeeignete Schiene wird durch die Verstellung nicht passend.
Ausbilder-Tipp: Optikbasis vor Vergrößerung prüfen
Beginne mit der exakten Modellbezeichnung der Optik und vergleiche deren Basis mit der Herstellerfreigabe. Erst danach wählst du AD-B2 oder AD-B3. Das verhindert den typischen Fehler, ein „3x“ im Namen als ausreichenden Footprint-Nachweis zu behandeln.
Nutzer-Tipp: Wiederanbau auf dieselbe Nut begrenzen
Merke oder markiere die verwendete Schienennut und setze die Montage beim Wiederanbau stets an derselben Referenzposition an. Drücke sie vor dem Verriegeln reproduzierbar gegen dieselbe Nutflanke; bei optischer Nutzung gehört anschließend eine Treffpunktkontrolle zum Ablauf.
Nutzer-Tipp: Ringwert nicht auf die Basisschrauben übertragen
Die allgemeine ADM-QD-Anleitung nennt 20–25 in-lb für Ringschrauben. AD-B2 und AD-B3 besitzen keine Zielfernrohrringe. Für die Optikbefestigung gilt ausschließlich die Vorgabe der konkreten Optik beziehungsweise des aktuellen ADM-Hardwarekits; der Ringwert der allgemeinen Anleitung wird nicht übertragen.
Black-Raptor-Kurzfazit:
Kaufen, wenn: das genaue Optikmodell feststeht, die passende Zuordnung AD-B2 oder AD-B3 bestätigt ist und die QD-Funktion tatsächlich genutzt wird.
Nicht kaufen, wenn: nur Vergrößerung oder Produktfoto bekannt sind, ein Riser gesucht wird oder eine andere Optikbasis wie Aimpoint Micro beziehungsweise MRO vorliegt.
Alternativen bei anderem Footprint:
Technische Daten
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Hersteller: American Defense Manufacturing
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Produktklasse: QD-Direktmontage für Optiken mit ACOG-artiger Basis
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Untere Schnittstelle: geeignete Picatinny-Schiene
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AD-B2-STD: Mini-ACOG TA33/TA44 und weitere ausdrücklich von ADM genannte kompakte Prismenoptiken
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AD-B2-Länge laut Hersteller: 2,1 Zoll, rund 53,3 mm
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AD-B2-Gewicht laut Hersteller: 3,50 oz, rund 99,2 g
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AD-B3-STD: vollformatige ACOG-Basen, unter anderem TA01, TA11 und TA31; außerdem vergleichbare ACOG-Basen wie Burris AR-332
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AD-B3-Länge laut Hersteller: 3,5 Zoll, rund 88,9 mm
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AD-B3-Gewicht laut Hersteller: 3,00 oz, rund 85,0 g
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Material: 6061-T6-Aluminium
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Oberfläche: schwarzes Type-III-Harteloxal
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Klemmsystem: ADM QD Auto Lock, einstellbar
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Herkunft laut Hersteller: USA
Lieferumfang
- eine ADM QD-Montage in der gewählten Ausführung AD-B2-STD oder AD-B3-STD
- vormontiertes QD Auto Lock Hebelsystem
- Befestigungsteile nur gemäß gewählter Herstellerkonfiguration; keine pauschale Stückzahl behauptet
Nicht enthalten: Optik, Waffe, zusätzliche Picatinny-Schiene, Riser und Drehmomentschlüssel.
FAQ
Welche Variante passt zu Trijicon TA33 oder TA44?
Dafür ist AD-B2-STD vorgesehen. ADM ordnet TA33 und TA44 ausdrücklich der Mini-ACOG-Basis AD-B2 zu.
Welche Variante passt zu TA01, TA11 oder TA31?
Diese vollformatigen ACOG-Modelle ordnet ADM der AD-B3-STD zu. Die AD-B2-Freigabe darf nicht darauf übertragen werden.
Reicht die Vergrößerung zur Auswahl?
Nein. Sie ist nur ein Hinweis. Maßgeblich sind das exakte Optikmodell und dessen mechanische Basis; ähnlich bezeichnete 3x- oder 4x-Optiken können unterschiedliche Footprints besitzen.
Ist ein Picatinny-Riser enthalten?
Nein. Beide Varianten sind Direktmontagen zwischen Picatinny-Schiene und passender Optikbasis. Eine zusätzliche obere Picatinny-Ebene gehört nicht zum Lieferumfang.
Wie wird die QD-Klemmspannung angepasst?
Hebel vollständig öffnen, zur Basis drücken und die hervortretende Einstellmutter in Schritten von ein bis zwei Flächen korrigieren. Danach auf derselben Schiene erneut schließen und den Sitz kontrollieren.
Gelten 20–25 in-lb für die Optikbefestigung?
Nicht pauschal. Dieser Wert steht in der allgemeinen Anleitung für Ringschrauben. AD-B2 und AD-B3 haben keine Ringe; für ihre Optikschrauben gilt die Vorgabe der konkreten Optik beziehungsweise des aktuellen Hardwarekits.