Black Raptor Sortimentsvergleich | Preisstand 13. Juli 2026
Wärmebild-Vorsatzgeräte Vergleich 2026: 26 Modelle in vier Klassen
Welches Wärmebild-Vorsatzgerät passt wirklich zu Revier, Tagesoptik und Budget? Dieser Vergleich ordnet 26 aktuell aktive Varianten von Guide, HIKMICRO, Nocpix, Nitehog, ThermTec und Zentron ein. Er sucht keinen künstlichen Gesamtsieger, sondern den kleinsten sinnvollen technischen Schritt für dein konkretes Einsatzprofil.

Vorsatz-Finder nach Einsatzprofil
Alle 26 Modelle im technischen Vergleich
Die folgende Tabelle normalisiert Sensor, Pixelpitch, NETD, Objektiv und Sehfeld. Preise sind Momentaufnahmen vom 13. Juli 2026. Varianten auf einer gemeinsamen Produktseite, etwa die Guide-TB-Serie, werden getrennt aufgeführt, weil sie technisch und preislich unterschiedliche Entscheidungen darstellen. Ein niedrigerer NETD-Wert ist grundsätzlich günstiger für kleine Temperaturunterschiede, aber nur bei vergleichbaren Messbedingungen. Objektiv-F-Zahl, Signalverarbeitung, Display, Fokus und Wetter beeinflussen den sichtbaren Eindruck ebenfalls.
| Modell | Preis | Sensor | Pitch | NETD | Objektiv | Sehfeld | Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Guide TB430 | 1.230,00 € | 400x300 | 12 µm | <25 mK | 35 mm F1.0 | 7,8° x 5,9° | Kompakter Einstieg; eine gemeinsame Produktseite für die TB-Varianten. |
| Zentron C35 | 1.234,00 € | 384x288 | 12 µm | <=20 mK | 35 mm F1.0 | 7,5° x 5,6° | Geradliniges 35-mm-Konzept ohne integrierten LRF. |
| HIKMICRO TH35PC 2.0 | 1.247,04 € | 384x288 | 12 µm | <20 mK | 35 mm F1.0 | 7,5° x 5,7° | Preislich attraktives 2.0-Modell; Generation bewusst mitprüfen. |
| Nocpix Mate Lite | 1.399,00 € | 384x288 | 12 µm | <=15 mK | 38 mm F1.0 | 6,9° x 5,2° | 60 Hz und niedriger NETD-Wert; engeres Sehfeld als 35-mm-Modelle. |
| Guide TB630 | 1.440,00 € | 640x512 | 12 µm | <20 mK | 35 mm F1.0 | 12,5° x 10,0° | Breites Sehfeld und 640er-Sensor in einer aggressiven Preisklasse. |
| Nitehog Viper Lite | 1.490,00 € | 320x240 | 12 µm | <15 mK | 35 mm F1.2 | 6,3° x 4,7° | Sehr leicht; Auflösung und Sehfeld bleiben bewusst kompakt. |
| HIKMICRO TH35C 3.0 | 1.583,04 € | 384x288 | 12 µm | <15 mK | 35 mm F1.0 | 7,5° x 5,7° | Aktuelle 3.0-Bedienplattform mit HSIS ohne regelmäßige Shutter-Unterbrechung. |
| ThermTec Hunt 335 Pro | 1.700,00 € | 384x288 | 12 µm | <=15 mK | 35 mm F0.9 | 7,5° x 5,7° | Lichtstarke F0.9-Optik; Hersteller empfiehlt die Tagesoptik bis 12x. |
| HIKMICRO TH35PC | 1.727,04 € | 384x288 | 12 µm | <20 mK | 35 mm F1.0 | 7,5° x 5,7° | Ältere aktive Generation; nur wählen, wenn Preis und konkretes Paket überzeugen. |
| HIKMICRO TQ50C 2.0 | 2.015,04 € | 640x512 | 12 µm | <20 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | 50-mm-Detailreserve der Vorgängergeneration. |
| Guide TB650 2.0 | 2.040,00 € | 640x512 | 12 µm | <20 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | Klassische 640/50-mm-Kombination ohne LRF-Aufpreis. |
| Zentron C50 | 2.089,00 € | 640x512 | 12 µm | <=20 mK | 50 mm F1.0 | 8,7° x 7,0° | Geradliniges 50-mm-Modell ohne integrierten Entfernungsmesser. |
| ThermTec Hunt 635 Pro | 2.199,94 € | 640x512 | 12 µm | <=15 mK | 35 mm F1.0 | 12,5° x 10,0° | Breites Sehfeld; für Wald und kurze bis mittlere Distanzen interessant. |
| Guide TB650P 2.0 | 2.390,00 € | 640x512 | 12 µm | 20 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | Aktuelle Pro-Variante; kein Grund, allein wegen des P automatisch aufzurüsten. |
| Nocpix Mate H38R | 2.399,00 € | 640x512 | 12 µm | <=15 mK | 38 mm F1.0 | 11,6° x 8,7° | Breites 640er-Sehfeld plus integrierter LRF. |
| Zentron C50R | 2.469,00 € | 640x512 | 12 µm | <=18 mK | 50 mm F1.0 | 8,7° x 7,0° | C50-Konzept mit integriertem Entfernungsmesser. |
| ThermTec Hunt 650 Pro | 2.500,00 € | 640x512 | 12 µm | <=15 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | Detailorientierte 50-mm-Variante ohne LRF. |
| Nitehog Viper 35 Gen 2 | 2.590,00 € | 640x512 | 12 µm | <15 mK | 35 mm F1.1 | 12,5° x 10,0° | 60 Hz, geringes Gewicht und klare Ausrichtung auf robustes Handling. |
| HIKMICRO TQ35C 3.0 | 2.591,04 € | 640x512 | 12 µm | <15 mK | 35 mm F1.0 | 12,5° x 10,0° | Breites Sehfeld und aktuelle HSIS-Plattform. |
| HIKMICRO TQ50C 3.0 | 2.591,04 € | 640x512 | 12 µm | <15 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | Gleicher Shoppreis wie TQ35C 3.0: Revier entscheidet zwischen Übersicht und Detail. |
| HIKMICRO TQ35CL 3.0 | 2.763,84 € | 640x512 | 12 µm | <15 mK | 35 mm F1.0 | 12,5° x 10,0° | TQ35C-Konzept mit integriertem LRF. |
| Nocpix Mate H50R | 2.899,00 € | 640x512 | 12 µm | <=15 mK | 50 mm F1.0 | 8,6° x 6,6° | 50-mm-Detailreserve und LRF; für offene Flächen statt maximale Waldübersicht. |
| ThermTec Hunt 650 Pro LRF | 2.900,00 € | 640x512 | 12 µm | <=15 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | Hunt 650 Pro mit integriertem Entfernungsmesser. |
| HIKMICRO TQ50CL 3.0 | 3.311,04 € | 640x512 | 12 µm | <15 mK | 50 mm F1.0 | 8,8° x 7,0° | 50-mm-TQ-Plattform mit LRF; Aufpreis muss zum Einsatzprofil passen. |
| Guide TB1250 LRF Pro | 4.790,00 € | 1280x1024 | 12 µm | 18 mK | 50 mm F1.0 | 17,5° x 14,0° | Großer Sensor, breites Sehfeld und LRF; Premiumklasse ohne Automatismus zum Bestkauf. |
| Nocpix Mate Ultra S60R | 4.799,00 € | 1280x1024 | 12 µm | <=15 mK | 60 mm F1.0 | 14,7° x 11,7° | Großer Sensor, 60-mm-Optik und LRF; teuer und nur bei passendem Anspruch sinnvoll. |
Klasse 1: bis 1.500 Euro
Diese Klasse ist nicht mehr automatisch Einstiegstechnik. Guide TB630 fällt mit 640x512 und breitem 35-mm-Sehfeld auf, während Nocpix Mate Lite mit 60 Hz, 38-mm-Optik und niedrigem ausgewiesenem NETD eine andere Balance setzt. Zentron C35 und HIKMICRO TH35PC 2.0 sind klassische 384/35-mm-Lösungen. Die Nitehog Viper Lite hat nominell weniger Pixel, setzt dafür auf geringes Gewicht, 60 Hz und einfache Handhabung.
Für eine Tagesoptik, die in der Praxis meist bei niedriger bis moderater Vergrößerung bleibt, kann diese Klasse vollständig ausreichen. Der typische Fehlkauf entsteht, wenn eine hohe Maximalvergrößerung des Zielfernrohrs als Pflicht zur größten Sensorauflösung gelesen wird. Entscheidend ist die tatsächlich genutzte Vergrößerung nach dem Aufsetzen. Wird das Display stark vergrößert, sieht man irgendwann Pixel und Menügrenzen jedes Systems.
Klasse 2: 1.500 bis 2.200 Euro
Hier treffen aktuelle 384er-Plattformen auf 640er-Vorgängermodelle und mehrere 50-mm-Systeme. HIKMICRO TH35C 3.0 bringt die aktuelle HSIS-Plattform, die regelmäßige shutterbedingte Unterbrechungen vermeiden soll. ThermTec Hunt 335 Pro kombiniert 384x288 mit F0.9 und Herstellerempfehlung bis 12x Tagesoptik. Das ältere TH35PC bleibt aktiv, muss sich bei höherem Preis aber besonders über Lieferumfang oder individuellen Bedarf rechtfertigen.
HIKMICRO TQ50C 2.0, Guide TB650 2.0 und Zentron C50 liefern 640er-Sensoren mit 50 mm. ThermTec Hunt 635 Pro geht den Gegenweg: 640er-Sensor, 35 mm und deutlich breiteres Sehfeld. Für enge Waldstrukturen ist das oft wertvoller als theoretische Distanzreserve. Die Klasse zeigt exemplarisch, warum Auflösung allein keine Rangliste ergibt.
Klasse 3: 2.200 bis 3.000 Euro
In diesem Bereich wird die Auswahl funktional. Nocpix Mate H38R verbindet 640er-Sensor, breites Sehfeld und LRF. Zentron C50R, Nocpix H50R und ThermTec Hunt 650 Pro LRF priorisieren 50-mm-Detail und Entfernungsmessung. HIKMICRO bietet TQ35C und TQ50C 3.0 zum gleichen geprüften Preis an. Das ist eine ehrliche Revierentscheidung: 35 mm für mehr Übersicht, 50 mm für eine engere, detailorientierte Darstellung.
Nitehog Viper 35 Gen 2 positioniert sich mit 60 Hz, 35 mm und geringem Gewicht als Bedien- und Handlinglösung. Guide TB650P und ThermTec Hunt 650 Pro setzen auf 640/50 mm ohne zwingenden LRF. Wer Entfernung bereits separat misst, muss die integrierte Funktion nicht doppelt bezahlen. Wer häufig allein im Dunkeln Distanzen einschätzen muss, kann dagegen von weniger Gerätewechsel profitieren.
Klasse 4: über 3.000 Euro
HIKMICRO TQ50CL 3.0 ist die 640/50-mm-LRF-Lösung oberhalb der 3.000-Euro-Marke. Guide TB1250 LRF Pro und Nocpix Mate Ultra S60R wechseln in die 1280er-Klasse. Der größere Sensor kann ein breites Sehfeld mit hoher Detailreserve verbinden. Das ist technisch beeindruckend, aber nicht für jede Tagesoptik und nicht für jedes Revier wirtschaftlich.
Premium lohnt sich, wenn das Gesamtsystem die Reserve sichtbar nutzt: passende Tagesoptik, saubere Adapterausrichtung, häufige Nutzung, anspruchsvolle Wetterlagen und ein Revier, in dem Übersicht und Detail gleichzeitig gebraucht werden. Wer meist auf kurzen Distanzen arbeitet oder seine Optik nur niedrig vergrößert, kann mit einem gut abgestimmten 640er-System das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen.
35 oder 50 Millimeter?
Die Brennweite beeinflusst das Sehfeld stärker, als viele Kaufberatungen erkennen lassen. Bei gleichem Sensor liefert 35 mm meist deutlich mehr Übersicht. Das erleichtert das Auffinden, Nachführen und Orientieren an Waldkanten. 50 mm bildet einen kleineren Ausschnitt ab und legt mehr Pixel auf ein weiter entferntes Detail. Auf offenen Flächen kann das helfen, im Wald kann es sich unnötig eng anfühlen.
Ein praktischer Vergleich ist HIKMICRO TQ35C 3.0 gegen TQ50C 3.0: gleicher geprüfter Preis, gleiche Sensorfamilie, aber 12,5 statt 8,8 Grad horizontales Sehfeld. Es geht nicht um gut gegen schlecht, sondern um Übersicht gegen Detail. Genau diese Entscheidung sollte vor Marke und Marketingbegriff fallen.
LRF: sinnvoll oder teurer Ballast?
Ein integrierter Laserentfernungsmesser kann Bedienwege verkürzen. Er ist sinnvoll, wenn Distanzen im Dunkeln regelmäßig schwer zu beurteilen sind, das System nicht mit einem separaten Gerät ergänzt werden soll und die Messfunktion ergonomisch erreichbar ist. Er ist weniger wichtig, wenn überwiegend an bekannten Kirrungs- oder Schadflächen gearbeitet wird oder bereits ein separates, zuverlässig genutztes Messsystem vorhanden ist.
LRF sagt nichts über Bildqualität aus. Ein C50R ist nicht automatisch bildseitig besser als ein C50, nur weil er messen kann. Gleiches gilt für Hunt 650 Pro und LRF-Version. Der Aufpreis kauft eine Funktion, nicht pauschal mehr Sensorleistung. Prüfe außerdem, ob die Anzeige bei deiner Tagesoptik-Vergrößerung vollständig sichtbar bleibt.
Die fünf häufigsten Fehlkäufe
- Zu viel Brennweite: Das Bild wirkt im Wald eng und die Wärmequelle ist schwerer zu finden.
- Zu viel Tagesoptik-Vergrößerung: Pixel, Menübeschnitt und Fokusfehler werden vergrößert, nicht zusätzliche Sensordetails erzeugt.
- Adapter vergessen: Durchmesser, Klemmfläche, Wiederholgenauigkeit und Ausrichtung gehören ins Budget.
- LRF doppelt gekauft: Eine vorhandene Entfernungslösung wird nicht in die Systementscheidung einbezogen.
- Vorgängermodell nicht erkannt: Ein aktives älteres Gerät kann gut sein, muss aber über Preis und Paket überzeugen.
Unsere klare Empfehlung nach Profil
Wald und kurze Schneisen
35-mm-Modelle mit breitem Sehfeld priorisieren: Guide TB630, ThermTec Hunt 635 Pro, Nocpix H38R, HIKMICRO TQ35C 3.0 oder Nitehog Viper Gen 2 je nach Budget und LRF-Wunsch.
Offenes Feld
50-mm-Modelle wie Guide TB650, Zentron C50, ThermTec Hunt 650 Pro, HIKMICRO TQ50C oder Nocpix H50R bieten mehr Detailorientierung. LRF nur bei echtem Bedarf ergänzen.
Preisbewusst
TB430, C35, TH35PC 2.0, Mate Lite und TB630 zuerst anhand Tagesoptik und Sehfeld vergleichen. Nicht automatisch das Modell mit der größten Zahl wählen.
Premium
TB1250 und Mate Ultra nur kaufen, wenn großer Sensor, breites Sehfeld und hohe Detailreserve regelmäßig genutzt werden. Sonst bleibt ein abgestimmtes 640er-System vernünftiger.
Im Shop sinnvoll weiterplanen
Wärmebild und Nachtsicht Montagen und Ringe Jagdoptik Adapter, Montage und Kontrollschuss Herstellervergleich Wärmebild
Quellen und Prüfstand
Preis, Aktivstatus, Bilder und Shoplinks wurden am 13. Juli 2026 direkt im Black-Raptor-Shop geprüft. Technische Werte stammen aus den verlinkten Herstellerunterlagen. NETD-Grundlagen wurden gegen FLIR-Fachunterlagen abgeglichen. Foren und Magazine dienten ausschließlich dazu, wiederkehrende Fragen und Fehlbedienungen zu erkennen; daraus wurden keine unbestätigten Produkteigenschaften abgeleitet.
FAQ
Welches Wärmebild-Vorsatzgerät ist bis 1.500 Euro am stärksten?
Es gibt keinen pauschalen Sieger. Guide TB630 bietet viel Sensorauflösung und Sehfeld fürs Geld, Mate Lite priorisiert NETD und 60 Hz, Viper Lite geringes Gewicht und Zentron C35 beziehungsweise HIKMICRO TH35PC 2.0 ein geradliniges 35-mm-Konzept. Tagesoptik, Revier und Bedienwunsch entscheiden.
Brauche ich 640x512 Pixel?
Für höhere Vergrößerungen der Tagesoptik, mehr Detailreserve und breitere Sehfelder ist 640x512 oft sinnvoll. Bei moderater Vergrößerung und klarem Einsatzprofil kann ein gutes 384er-Gerät dennoch die wirtschaftlichere Wahl sein.
Ist ein 50-mm-Objektiv besser als 35 mm?
Nein. 50 mm liefert typischerweise mehr Detail auf Distanz, aber weniger Übersicht. 35 mm ist in Wald, an kurzen Schneisen und beim schnellen Erfassen häufig angenehmer.
Lohnt ein integrierter Entfernungsmesser?
Wenn Entfernungen im Dunkeln schwer einzuschätzen sind und der LRF regelmäßig genutzt wird, kann er das System vereinfachen. Wer bereits zuverlässig extern misst oder vor allem kurz und übersichtlich arbeitet, spart Geld und Gewicht.
Warum ist das teuerste Modell nicht automatisch die beste Wahl?
Ein großer Sensor und Premiumfunktionen helfen nur, wenn Tagesoptik, Sehfeld, Gewicht, Adapter und Einsatzprofil dazu passen. Für ein enges Waldrevier kann ein leichteres, breiteres und günstigeres Modell ergonomisch besser sein.
Muss nach der Montage kontrollgeschossen werden?
Die Treffpunktlage muss nach Montage, Adapterwechsel oder relevanter Änderung unter sicheren und zulässigen Bedingungen kontrolliert werden. Herstelleranleitung und lokale Rechtslage sind maßgeblich.
